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      BlockheizkraftwerkDas Blockheizkraftwerk befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes und ist auf dem Bild nicht
sichtbar. Es dient zur Verstromung des anfallenden Faulgas. Der erzeugte Strom wird in der
Kläranlage eingespeist. Das Blockheizkraftwerk leistet neben seiner guten Wirtschaftlichkeit
einen Beitrag zur Erhaltung der allgemeinen Energieressourcen.
  
GebläsestationHier sind die Gebläse untergebracht, die für den Lufteintrag in das Belebungsbecken erforderlich sind.
Dieser erfolgt mittels Plattenbelüfter, die im Sohlbereich des Beckens angeordnet sind. Durch die
Sauerstoffmessung über Messsonden im Belebungsbecken, wird die Leistung der Gebläse automatisch geregelt.
  
  GastankDas anfallende Faulgas wird in einem Gasbehälter zwischengespeichert. Es wird vorrangig
dem Blockheizkraftwerk zugeführt. Zur Sicherheit wird das überschüssige Gas abgefackelt.
  
   

FaulturmDie Schlammfaulung ist ein sauerstofffreier biochemischer Prozess. Hier wird den im Schlamm beinhalteten Stoffen
der Sauerstoff entzogen und es kommt zur Bildung von Essigsäure. Faulgas entsteht, indem Bakterien die
organischen Verbindungen zerlegen. Das Faulgas besteht zu 70% aus Methan und zu 30% aus Kohlendioxid.
Im Faulbehälter herrscht eine konstante Temperatur von 37°C.
  

BetriebsgebäudeIm Betriebsgebäude sind verschiedene betrieblich notwendige Einrichtungen untergebracht,
um den gesicherten Betrieb der Kläranlage zu gewährleisten. Im Labor werden zur Überwachung
und Überprüfung der Reinigungsleistung der Kläranlage die notwendigen Analysen und Unter-
suchungen vorgenommen. Neben diversen Werkstatt- und Lagerräumen sind die Büros und
Sozialräume untergebracht. In den Kellerräumen befindet sich zudem die Einrichtung (Pumpen, etc.
für die Schlammbehandlung. Die Kläranlage ist mit einem elektronischen Mess-, Überwachungs-
und Steuersystem ausgerüstet. Hier werden betriebssichere Messgeräte zur Erfassung aller
Daten eingesetzt. In der zentralen Schaltwarte sind alle Informationen der Anlagenteile und die
Bedienungsfunktion aller für die Prozessführung wichtigen Aggregate zusammengeführt.
  

NachklärbeckenDie Nachklärbecken haben die Aufgabe, den Belebtschlamm, bestehend aus absetzbaren Schlammflocken,
vom gereinigten Abwasser zu trennen. Dies geschieht durch Sedimentation (Absetzen). Der flockige Be-
lebtschlamm, im Belebungsbecken erzeugt, setzt sich an der Beckensohle ab und wird kontinuierlich
abgesaugt und wieder dem Belebungsbecken zugeführt. Das gereinigte Abwasser wird über die außenliegen-
den Ablaufrinnen gesammelt und wieder dem öffentlichen Fließgewässer zugeführt.

        NachklärbeckenDie Nachklärbecken haben die Aufgabe, den Belebtschlamm, bestehend aus absetzbaren Schlammflocken,
vom gereinigten Abwasser zu trennen. Dies geschieht durch Sedimentation (Absetzen). Der flockige Be-
lebtschlamm, im Belebungsbecken erzeugt, setzt sich an der Beckensohle ab und wird kontinuierlich
abgesaugt und wieder dem Belebungsbecken zugeführt. Das gereinigte Abwasser wird über die außenliegen-
den Ablaufrinnen gesammelt und wieder dem öffentlichen Fließgewässer zugeführt.
  BelebungsbeckenDie Belebungsbecken sind mit einer Flächenbelüftungseinrichtung ausgestattet, d.h. dass Sauerstoff gezielt
in das Abwasser eingeblasen wird. Durch die luftreichen Verhältnisse werden für die Mikroorganismen
ideale Lebensbedingungen geschaffen. Die Kleinlebewesen überführen die organischen Verunreinigungen des
Abwassers in eine flockige, absetzbare Form → Entstehung des Belebtschlammes. Hierbei bauen die Mikro-
organismen nicht nur die organischen Kohlenstoffe im Abwasser ab, sondern wandeln auch den für die Ge-
wässer giftigen Ammonium-Stickstoff in Nitrat-Stickstoff um. Dieser Vorgang wird als „Nitrifikation“ bezeichnet,
also belüftete Phase. In der unbelüfteten Phase wird die „Denitrifikation“ des Abwassers erreicht. Hier werden
drei maßgebliche Komponenten zusammengeführt: kohlenstoffhaltiges Abwasser aus dem Vorklärbecken,
weitestgehend stickstofffreier Rücklaufschlamm aus dem Nachklärbecken und das stark nitrathaltige Abwasser-
Belebtschlammgemisch aus dem Belebungsbecken. Hier wird unter sauerstofffreien Verhältnissen der Nitrat-
Stickstoff von den Bakterien verbraucht. Es kommt zur Oxidation des Kohlenstoffes mit dem Nitrat-Stickstoff.
Dabei entsteht gasförmiger Stickstoff, der damit aus dem Abwasser entfernt wird und in die Atmosphäre entweicht.
  
 

TrübwasserpuffertankDem Trübwasserpuffertank wird Schlammwasser aus den Nacheindickern sowie der Notablauf
Faulwasser aus dem Faulturm zugeführt. Da diese Trübwässer eine hohe organische Belastung
aufweisen, ist eine dosierte Zugabe in belastungsarmen Zeiten in die Kläranlage vorgesehen,
um die Stabilisierung der Ablaufwerte zu gewährleisten.
  

PumpenkellerHier sind die Pumpen für die weitere Schlammbehandlung untergebracht (siehe auch Erläuterungen bei Betriebsgebäude).  

 

   BelebungsbeckenDie Belebungsbecken sind mit einer Flächenbelüftungseinrichtung ausgestattet, d.h. dass Sauerstoff gezielt
in das Abwasser eingeblasen wird. Durch die luftreichen Verhältnisse werden für die Mikroorganismen
ideale Lebensbedingungen geschaffen. Die Kleinlebewesen überführen die organischen Verunreinigungen des
Abwassers in eine flockige, absetzbare Form → Entstehung des Belebtschlammes. Hierbei bauen die Mikro-
organismen nicht nur die organischen Kohlenstoffe im Abwasser ab, sondern wandeln auch den für die Ge-
wässer giftigen Ammonium-Stickstoff in Nitrat-Stickstoff um. Dieser Vorgang wird als „Nitrifikation“ bezeichnet,
also belüftete Phase. In der unbelüfteten Phase wird die „Denitrifikation“ des Abwassers erreicht. Hier werden
drei maßgebliche Komponenten zusammengeführt: kohlenstoffhaltiges Abwasser aus dem Vorklärbecken,
weitestgehend stickstofffreier Rücklaufschlamm aus dem Nachklärbecken und das stark nitrathaltige Abwasser-
Belebtschlammgemisch aus dem Belebungsbecken. Hier wird unter sauerstofffreien Verhältnissen der Nitrat-
Stickstoff von den Bakterien verbraucht. Es kommt zur Oxidation des Kohlenstoffes mit dem Nitrat-Stickstoff.
Dabei entsteht gasförmiger Stickstoff, der damit aus dem Abwasser entfernt wird und in die Atmosphäre entweicht.
  

VerteilerschachtDer Verteilerschacht befindet sich zwischen den beiden Belebungsbecken. Das Abwasser
aus dem Vorklärbecken wird über eine Verteilerkammer zu den Belebungsbecken gefördert.
Gleiches gilt für den Rücklaufschlamm aus dem Nachklärbecken, welcher mittels Tauch-
motor-Pumpen aus diesem gefördert wird. Alle Wehre sind mit elektrischen Hubschützen
ausgerüstet, sodass alle Becken zu Wartungs- und Reparaturarbeiten einzeln außer Betrieb
genommen werden können.
  
 

  NacheindickerZur Nacheindickung und Stapelung des ausgefaulten Schlammes sind zwei Nacheindicker vorhanden.
Hier wird der Schlamm ein letztes Mal innerhalb der Kläranlage statisch entwässert, bevor er auf die
Vererdungsanlage gepumpt wird. Das anfallende Trübwasser wird der Kläranlage wieder am Zulauf
beigeführt.
  

Lager/WerkstattDas Gebäude dient zum Lagern verschiedener Materialien und Geräte und als Werkstatt.     PhosphatfällungsstationZur gesicherten Einhaltung des Ablaufparameters Phosphor ist eine chemische Fällmittelzugabe von flüssigen
Eisensalzen einzusetzen. Diese werden dem Abwasser im Belebungsbecken dosiert zugeführt. Durch das Fäll-
mittel wird der Phosphor in den Schlammflocken eingelagert und mit dem Überschussschlamm dem Abwasserstrom
entzogen.
  
   

NacheindickerZur Nacheindickung und Stapelung des ausgefaulten Schlammes sind zwei Nacheindicker vorhanden.
Hier wird der Schlamm ein letztes Mal innerhalb der Kläranlage statisch entwässert, bevor er auf die
Vererdungsanlage gepumpt wird. Das anfallende Trübwasser wird der Kläranlage wieder am Zulauf
beigeführt.
  

      VorklärbeckenDas Vorklärbecken dient als Absetzbecken zur Abscheidung des im Abwasser befindlichen Grobschlammes.
Der schwere Schlamm setzt sich in Fließrichtung ab und wird mit einem Längsräumer in den am Zulauf
angeordneten Schlammtrichter geschoben. Dieser schwere Schlamm wird auch als Primärschlamm bezeichnet.
Er besitzt einen hohen Energiewert für die Schlammfaulung und wird anschließend über das Primärschlamm-
pumpwerk zur weiteren Schlammbehandlung geführt.
  
     
        VenturrinneDie hier ankommende Wassermenge wird in einer Messrinne (Venturirinne) mit der zugehörigen
Mengen-Messeinrichtung erfasst. Die Messung erfolgt entsprechend der Höhe des Wasser-
standes in der Rinne mittels Ultraschall.
  
           
   

Sand- und FettfangIm Sandfang werden mineralische Bestandteile (Sande) zurückgehalten. Durch Einblasenvon Luft sinken die schweren Sandanteile
zu Boden und die leichteren organischen Stoffe verbleiben im Abwasserstrom. Der absetzende Sand wird durch einen Längsräumer
in den sich am Zulauf befindlichen Trichter geschoben. Von dort aus wird das Abwasser-Sand-Gemisch in die Sandwaschanlage
befördert. Parallel zu diesem Becken befindet sich der Fettfang. Durch die im Becken herrschenden Strömungen verbleiben das Fett
und andere Schwimmstoffe an der Oberfläche und werden kontinuierlich abgezogen und fachgerecht entsorgt.
  

           
 

                                     RechengebäudeIm Rechengebäude wird das Abwasser durch eine Rechenanlage geleitet. Im Rechen bleiben Grob- und Faserstoffe
(Hygieneartikel, Speisereste, Laub, etc.) hängen, die anschließend in der Rechengut-Waschpresse vor Verun-
reinigungen und Fäkalien befreit, gepresst und über den Hausmüll entsorgt werden. Grob- und Faserstoffe müssen
kontinuierlich dem Abwasserstrom entzogen werden, da diese zu Verstopfungen an den Pumpen der Kläranlage
führen und die anschließende biologische Reinigungsstufe negativ beeinflussen. Im Rechengebäude ist außerdem
eine Sandwaschanlage untergebracht, mit der die organischen Bestandteile des Abwasser-Sand-Gemisches aus
dem Sandfang (nächste Reinigungsstufe) ausgewaschen und wieder dem Abwasserstrom zugeführt wird.
Der gewaschene Sand wird durch ein Fachunternehmen entsorgt

               
                 

            SchneckenhebewerkDas Zulaufhebewerk ist als Schneckenhebewerk mit drei Schnecken konzipiert.
Diese heben das 6,00 m tief ankommende Abwasser auf das erforderliche
Höhenniveau der hochwasserfrei angeordneten Kläranlage. Die maximale Zulauf-
menge von 660 Kubikmeter/Stunde kann bei Regenwetter von zwei Schnecken
gefördert werden. Eine Abwasserhebung mittels Schnecken bietet gegenüber
Pumpen die größtmögliche Verfahrenssicherheit und niedrigere Betriebskosten.

                 

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Vom Schmutzwasser zum Kyllwasser

Jährlich reinigen unsere drei mechanisch-biologischen Kläranlagen (Birresborn, Gerolstein-Lissingen und Neroth) mehr als 2.500.000 Kubikmeter an Abwasser. Dazu gehört Schmutzwasser aus Haushalten, Gewerbe und Industrie sowie Niederschlagswasser, dass durch ein 320 km langes Kanalnetz im Misch- und Trennsystem den einzelnen Kläranlagen zugeführt wird.

Die Kläranlage Lissingen reinigt das Abwasser von ca. 16.500 Einwohnern und Einwohnergleichwerten (zum Verständnis: aus der Verbandsgemeinde Daun wird das Abwasser aus den Gemeinden Kirchweiler, Hinterweiler und Betteldorf ebenfalls in Lissingen gereinigt).




 

Den jährlichen Stromverbrauch von 370.000 kwh für den Betrieb der Kläranlage Lissingen erzeugt zu 45 v.H. das im Jahre 1999 in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk. Die Photovoltaikanlage liefert zusätzlich noch 5 v.H. des Gesamtverbrauchs. Je Einwohner sind ca. 22 kwh Strom jährlich für den Betrieb der Anlage erforderlich. Der Landesdurchschnitt beträgt 26 kwh.

Das nachfolgende Schema veranschaulicht die einzelnen Reinigungsstufen der Kläranlage Lissingen.